Nass, müde, aber glücklich
- 20. Hungermarsch im Dekanat Bernkastel -

 
 
Der 20. Jubiläums-Hungermarsch der MALI-HILFE litt beim Sternmarsch nach Morscheid unter den Nachwehen von Sturmtief "Emma". Weniger Teilnehmer als geplant wanderten mit.
Dauerregen auf allen Strecken, mit 105 Teilnehmern ein Drittel weniger als bisher, aber mit weit über 5000 Euro Tageseinnahmen ein besseres, d.h. ein sehr gutes Ergebnis - das ist die Bilanz des 20. Hungermarsches der MALI-HILFE.
Das kleine Jubiläum - 20 Jahre lang wird auf dem Hunsrück "gegen den Hunger angewandert"
- wurde gefeiert mit einem Sternmarsch nach Morscheid-Riedenburg, dem Ausgangspunkt des
1. Hungermarsches im Jahre 1989.
Nach einem kurzen besinnlichen Beginn in den jeweiligen Kirchen, waren die "Hungermarschierer" ab Hundheim, Merscheid und Thalfang unterwegs. Eine Gruppe aus Morscheid holte die Thalfanger auf halber Strecke in Deuselbach ab, wo nach einer besinnlichen Pause die Deuselbacher Frauen die nassen Wanderer mit Kaffee und Tee aufmunterten.
"Wege zum Ziel" stand nach rund zwölf Kilometer in der Morscheider Pfarrkirche. als Thema über dem ökumenischen Gottesdienst, der von Pfarrer Florian Brödner und Gemeindereferentin Gerlinde Paulus-Linn sehr ansprechend vorbereitet und durchgeführt wurde.

„Sicherlich ist nicht Morscheid das eigentliche Ziel unseres Weges. Für jeden mag es ein anderes Ziel geben. Aber ich denke dass uns im Zusammenhang mit der Aktion Hungermarsch immer wieder das Ziel des Einsatzes für eine bessere Welt verbindet. Es ist unser Ziel, mit Gottes Segen, uns für Gerechtigkeit einzusetzen und mit unserer Spende und unserem erwanderten Geld dieser Sehnsucht nach Gerechtigkeit Hand und Fuß zu geben", so eine Grundaussage des Gottesdienstes.

In der Turnhalle in Morscheid wartete ein buntes Programm und eine Bewirtung des Katholischen Frauenbunds mit hervorragender Kartoffelsuppe und der Gymnastikgruppe der DJK Morscheid mit sehr leckeren Kuchen auf die Wanderer. 
Der Musikverein aus Morscheid, dirigiert von Burkhart Graul, spielte auf. Höhepunkt war dann die feurige Show der afrikanischen Tanz- und Trommelgruppe "Sabounema" aus dem Senegal. Mit ihrer freundlichen und sympathischen Art „animierten" die afrikanischen Gäste Kinder und Erwachsene natürlich auch zum Mitmachen.

Das Thema
„Wege zum Ziel" zeigte sich schließlich bei dem gewohnt harmonischen Miteinander aller Vereine des „Balkans", die beim Vorbereiten und Helfen auch nur ein Ziel hatten nämlich eine möglichst gute Arbeit zum Wohle der „Einen Welt" zu leisten. Dafür dankte der Vorsitzende Peter Brucker symbolisch allen mit einem kleinen Wandteppich.

Der Erlös kommt Projekten vor allem in Mali aber auch im Kongo zugute. Peter Brucker sagt über die Projekte: "In Mali wollen wir den Menschen ermöglichen, ihr Trinkwasser aus den verseuchten Bächen und Flüssen mit einer solarbetriebenen Anlage aufzubereiten. Im Kongo soll das medizinische Zentrum Nyankunde im Osten des Landes wieder aufgebaut werden.  Gute medizinische Bedingungen und das Vorhandensein von sauberem Wasser sind Grundvoraussetzungen für menschliches Leben"